Aufbruchstimmung im Degerlocher Stadtteil Hoffeld. Es geht darum, das Quartier zusammenzubringen, Begegnungen zu ermöglichen und ein neues Wir-Gefühl zu
schaffen. Die evangelische Kirchengemeinde hat sich entschieden, den Stadtteil aktiv mitzugestalten und dieser Tage zu einem ersten Nachbarschafts-Treffen eingeladen. Mehr als 70 Interessierte kamen, von denen manche gar schon 70 Jahre in Hoffeld leben. „Wir waren überrascht, wie viele Menschen gekommen sind. Was für ein gutes Zeichen für das Interesse an unserer Gemeinschaft“, freut sich Ralph Zimmerman, einer der Organisatoren des Treffens.

Innerhalb von zwei Stunden sammelten die Anwesenden zahllose Ideen, wie der Stadtteil lebendiger, aktiver und kommunikativer sein könnte. Und gaben dabei auch der Kirchengemeinde ihre Wünsche mit, die sich insbesondere auf die Mitnutzung der Kirchenräume durch alle Hoffelder Bürgerinnen und Bürger bezogen. Es gab darüber hinaus viel Zeit für gegenseitiges Kennenlernen und Vernetzung. Am 16. Mai ist bei einem nächsten Treffen in der Hoffeldkirche bereits der nächste Schritt geplant: „An diesem Termin wollen wir die Ergebnisse vorstellen, diskutieren und anschließend gemeinsam entscheiden, welche Themen vertieft werden sollen“, so Zimmermann.

Zur Zeit entsteht im Kirchgarten ein Bouleplatz – ein Ort der Begegnung,
der Menschen zusammenbringt, Generationen verbindet und den
nachbarschaftlichen Zusammenhalt stärkt. Hoffeld selbst wirke in mancherlei Hinsicht fragil, wie die örtliche Presse berichtet. Die Einkaufssituation sei schwierig, das Quartier drohe abgehängt zu werden. Gleichzeitig gebe es ein starkes Vereinsleben, das zeige, dass die Menschen hier sich zu engagieren wüssten. Der Bouleplatz der gastlichen Kirchengemeinde sei ein sichtbares Symbol dieser Engagement-Bereitschaft, ein Zeichen dafür, dass sich die Menschen nicht nur auf politische oder kirchliche Entscheidungen verlassen, sondern selbst anpacken, um ihr Quartier lebenswert zu halten.