Diakonisches Zentrum Christuskirche

Die evangelische Christuskirche ist in der Tübinger Vorstadt, aber auch für die ganze Stadt ein wichtiges und wegweisendes Gebäude. Im Dritten Reich bewusst als „Christuskirche“ gebaut und 1936 fertig gestellt, ist sie ein Monument des Glaubens und des Widerspruchs gegen jede Form von Rassismus und totalitärer Herrschaft.  Als Kirche war sie von Anfang an ein Ort der Begegnung und des Miteinanders, ein Ort der Musik und Kunst. Und das soll auch im 21. Jahrhundert so bleiben und weiter ausgebaut werden. Und zwar so, dass aus der Christuskirche das „Diakonische Zentrum Christuskirche“ wird.

Wichtige Beitrag zur sozialen und städtebaulichen Entwicklung

Geplant ist ein Umbau der Christuskirche und der Neubau zweier Gebäude auf dem Gelände. Die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Reutlingen plant insgesamt etwa 13 Millionen Euro zu investieren und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur sozialen und städtebaulichen Entwicklung der Tübinger Vorstadt.

Ziele

  • Die Christuskirche wird zu einem Ort der Begegnung, in dem viele unterschiedliche Angebote und Menschen Platz haben. Sie bleibt als Raum für Gottesdienste, für Konzerte und Veranstaltungen erhalten. Auch neue Angebote sollen entstehen, die Bewohner der Tübinger Vorstadt nutzen und mitgestalten können.
  • Der Diakonieverband bekommt für sein vielfältiges Beratungsangebot neue und vor allem barrierefreie Räumlichkeiten.
  • Die BruderhausDiakonie erhält geeigneten Wohnraum für Menschen mit Behinderung.
  • Es entsteht neuer und bezahlbarer Wohnraum insbesondere für Menschen, die auf dem freien Wohnungsmarkt nur geringe Chancen haben.
  • Das neue Zentrum ist auch in städtebaulicher Hinsicht zukunftsweisend, soll mit wenig Energie auskommen, Lärm und Abgase so gering wie möglich halten und für neues Grün sorgen.

Stand der Planungen

Eine Machbarkeitsstudie liegt seit Juni 2020 vor. Sie kommt zu einem positiven Ergebnis. Die verantwortlichen Gremien haben sich für die Variante ausgesprochen, die eine möglichst vielseitige Nutzung des Kirchengebäudes ermöglicht und die mit rund 20 Wohnungen neuen und bezahlbaren Wohnraum schafft.

Gemeinsam mit der Stadt gehen die Planungen gut voran. Eine Änderung des Bebauungsplanes ist allerdings erforderlich und wird einige Zeit in Anspruch nehmen. In der weiteren Planung werden Anwohner und andere Interessierte regelmäßig informiert und eingebunden. Ziel ist eine möglichst große Zustimmung der Menschen in der Tübinger Vorstadt. Wann die ersten Bauarbeiten beginnen und die ersten Mieter einziehen können, lässt sich noch nicht sicher sagen. Baubeginn ist frühestens 2024.

Die evangelische Gesamtkirchengemeinde Reutlingen ist Eigentümerin und Bauherrin. Sie wird vom Kirchenbezirk Reutlingen und der Württembergischen Landeskirche unterstützt. Bei der Planung und auch im späteren Betrieb arbeitet die Gesamtkirchengemeinde eng mit den wichtigsten zukünftigen Nutzern zusammen: Dem Diakonieverband Reutlingen, der BruderhausDiakonie, der Diakoniestation Reutlingen und der Kirchengemeinde Reutlingen West-Betzingen. Das Projekt wird seit dem Jahr 2020 begleitet von „Aufbruch Quartier“

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