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Kirchengemeinden haben viel zu bieten

Kirchengemeinden sind in vielen Bereichen im Umbruch. Immer noch gibt es aktive Gemeinden mit Ehrenamtlichen und  Pfarrerinnen und Pfarrern, die ein vitales Gemeindeleben gestalten. Manche Gemeinden haben aber Kirchen und Gemeindehäuser, die leer stehen oder wenig genutzt werden. Diese können sie in Quartiersentwicklungen einbringen. Sie haben auch in neu zu entwickelnden Quartieren viel zu bieten. Damit sind sie ein wichtiger Faktor und gestalten mit. Ihre besondere Stärke ist ihre nach wie vor gute Vernetzung. Kirchengemeinden kennen die Menschen und Gestalter im Quartier und haben vielfältige persönliche Kontakte. An vielen Stellen übernehmen Ehrenamtliche wichtig Aufgaben, insbesondere die immer stärker werdende Gruppe der „jungen Alten“. Mit ihrer Orientierung an einer gerechten und solidarischen Gesellschaft sind Kirchengemeinden verlässliche Partner beim Aufbau eines unterstützenden und am Gemeinwohl orientierten Gemeinwesens.

Diakonische Träger brauchen gute Partner

Diakonische freie Träger bieten professionelle Hilfen beispielsweise für Menschen mit Behinderungen, für Junge Menschen, alte oder auch wohnungslose Menschen. Sie sind oft über viele Jahrzehnte hinweg verlässliche Partner und Gestalter in den Städten und Gemeinden. Mit ihren auf die Bedarfe von Städten und Regionen zugeschnittenen Diensten und Einrichtungen sind sie ein fester Bestandteil der sozialen Infrastruktur. Ihre Angebote verändern sich im Rahmen von Inklusion und Dezentralisierung stark. Dazu brauchen sie gut vernetzte Partner gerade auch aus den Kirchengemeinden und Kirchenbezirken, zum Beispiel wenn es darum geht, kleinere Wohnangebote in den Gemeinden aufzubauen.

Kirchliche Einrichtungen und Dienste als Brückenbauer

Mit ihrer fachlichen Expertise und Beratungskompetenz sind kirchliche Einrichtungen und Dienste – wie beispielsweise die Diakonischen Bezirksstellen – eine Brücke zu Menschen auch in schwierigen Lebenssituationen, die oft zu den Kirchengemeinden vor Ort keine Beziehung haben. Sie wissen, was diese brauchen und in welchen Lebenslagen sie sind. Weil Kirchenbezirke auch größere räumliche Zusammenhänge und übergeordnete Aufgaben der Kirche im Blick haben, sind sie ein wichtiger Partner für gelingende Quartiersentwicklung.

Werke und Dienste wie etwa die Evangelischen Bezirks-Jugendwerke, die Erwachsenen- und Familienbildung oder die Evangelischen Senioren haben sich auf den Weg gemacht, ihre Bildungsangebote beispielsweise in Einrichtungen der Erwachsenen- und Familienbildung inklusiv zu gestalten und so für alle Menschen zu öffnen und versteh- und nutzbar zu machen. In Kirchengemeinden und Kirchenbezirken gibt es eine wachsende Zahl von Mitgliedern, die der Gruppe der „jungen Alten“ angehören. Damit wächst das Potential der ehrenamtlich Engagierten, die sich für gemeindliche Initiativen, Netzwerke und Inklusion in den Quartieren und Nachbarschaften interessieren können und diese dann auch mitgestalten. Werke und Dienste in der Landeskirche sollen als attraktive Partner und Multiplikatoren stärker in der Quartiersgestaltung engagieren und diese mit ihren vielfältigen Ressourcen und ihrer guten Vernetzung beflügeln. In der Aus-, Fort- und Weiterbildung ist Inklusion verankert, um sicher zu stellen, dass im Sinne der Bildungsverantwortung der Landeskirche Bildungsgerechtigkeit, Mitbestimmung, Teilhabe und Beteiligung sowie Wertschätzung und Achtung im Mittelpunkt aller pädagogischen Angebote stehen.

-> Miteinander sind Kirchengemeinden, freie diakonische Träger und kirchliche Einrichtungen und Dienste eine starke zivilgesellschaftliche Kraft in der Quartiersentwicklung von Städten und Gemeinden

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