Menschen mit Demenz im Quartier – Online-Vortrag am 23. Juni

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In der historisch neuen Situation des langen Lebens haben viele Menschen Angst, an einer Demenz zu erkranken. Was bedeutet es, dass in einer oft einseitig kognitiv orientierten Gesellschaft zahlreiche Menschen am Ende ihres Lebens „den Verstand verlieren“? Stimmt das so überhaupt? Ist eine Demenz nicht vielleicht sogar eine wichtige, meist schmerzliche und verstörende Erfahrung im lebenslang stattfindenden Entwicklungsprozess eines Menschen?

Die in der postmodernen Gesellschaft weit verbreitete Illusion, mit den richtigen Mitteln und Methoden das Leben jederzeit autonom gestalten zu können, wird mit dieser Erkrankung grundlegend in Frage gestellt. Ziel der Veranstaltung soll es sein, eine Demenz (auch) unter einem spirituellen Blickwinkel zu betrachten und von daher neue Verständnis- und Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Menschen, ihre Angehörigen und ihr soziales Umfeld zu entwickeln. Dazu gehört im Vorfeld eine gründliche Diagnostik, die Abgrenzung zu anderen gerontopsychiatrischen Erkrankungen und die Unterscheidung zwischen der „normalen“ Altersvergesslichkeit und einer dementiellen Beeinträchtigung.

Auf einen Vortrag von Ulla Reyle folgt eine Kurzvorstellung des landeskirchlichen Projekts „Aufbruch Quartier“ und der damit verbundenen Chancen für das Thema Demenz. Anschließend besteht die Möglichkeit für Fragen und zum gemeinsamen Austausch.

Referenten:
Ulla Reyle, Gerontologin, Supervisorin (WIT Uni Tübingen), Geistliche Begleiterin www.ulla-reyle.de
Matthias Ihlein, Diakon, Referent für Gemeinde- und Quartiersentwicklung mit und für Ältere bei der LAGES – Ev. Senioren in Württemberg

Anmeldeschluss: Mittwoch, 23.06.2021 13 Uhr.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Tagungsbeitrag: 10 €

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